Branche
Betriebe
Ohne Chemie?
Ausbildung
REACH
Chemikalien
Welt der Chemie
Links
Responsible Care

Für junge Menschen beginnt der Weg in die Chemie häufig über die Begeisterung der Naturwissenschaft.

Über die grundlegenden Bausteine aller Materie, den chemischen Elementen erschliesst sich eine faszinierende Welt von der anorganischen Materie bis hin zur hochkomplexen Chemie des Lebens. In diesem Bereich laden wir Sie in einen illustrierten Streifzug in die Welt der Chemie ein.

Goldbarren Die grösste Dehnbarkeit aller Metalle besitzt Gold. Aus einem Gramm kann ein 24 km langer Faden gezogen werden.
Das Metall ist zu durchscheinenden Blättchen von 100 Nanometern Dicke auswalzbar, einer Dicke, die nur mehr ca. 1/10 der Wellenlänge des roten Lichtes entspricht und daher im durscheinenden Licht blaugrün erscheint. Der lateinische Name aurum (Au) stammt übrigens von aurora lat. Morgenröte.

geschliffener Diamant

Der als härtester Stoff der Welt bekannte Diamant - unter extemen Druck und hoher Temperatur kristallisierter Kohlenstoff - besitzt eine Reihe weiterer extremer Eigenschafen: Der Diamant ist der am wenigsten komprimierbare Stoff. Seine Brillanz zusammen mit seiner höchsten Transparenz für Strahlung - vom tiefen UV über den sichtbaren Bereich bis zum fernen Infrarot - ist ohne Beispiel.

Ausserordentlich ist auch seine Wärmeleitfähigkeit, die etwa 4 mal höher als die des Kupfers ist. Ein Diamant auf den Lippen entzieht dem Körper Wärme und fühlt sich kalt an - eine äusserst ungewöhnliche Eigenschaft kristalliner Stoffe.

Zusammen mit neuen Entwicklungen, Diamanten als dünnste Schichten aus dem Vakuum abzuscheiden und dem Bedarf nach immer kleineren Strukturen für die Wärmeabfuhr in mikroelektronischen Bauteilen, eröffnen sich mit Diamantstrukturen neue Perspektiven bei der Leistungssteigerung für innovative Prozessoren, insbesondere im theoretischen Bereich der Quantencomputer.


Kühlkörper

Die grösste Reißlänge unter den metallischen Werkstoffen besitzen Titanlegierungen mit über 25 km. Unter Reißlänge versteht man jene Länge eines beliebigen Querschnittes, der freihängend unter der Belastung seines Eigengewichtes an der Aufhängung reissen würde. Diese Kenngrösse spielt beim Leichtmetallbau eine wichtige Rolle, sowie überall dort, wo grosse Trägheits- und Fliehkräfte angreifen, wie etwa in Luftschrauben, Verdichterschaufeln oder Pleuelstangen. 


Flamme
Die heisseste Flamme läßt sich mit gasförmigem, äußerst giftigen Dicyan (CN)2 erzeugen.

Dabei können Flammentemperaturen
bis 4800°C erreicht werden. 

Beryllium kommt in der Form des Smaragd Be3Al2Si6O18 als einer der kostbarsten Edelsteine vor.

In seiner elementaren Form ist Beryllium das giftigste Element unter den nichtradioaktiven Stoffen, dessen Stäube und Dämpfe zu irreversiblen Lungenschäden (Berylosis) führen.

Stinktier Die übelriechendsten Substanzen findet man unter der Klasse der Mercaptane bzw. Thiole. Neben dem bekannten, sehr giftigen Schwefelwasserstoff (Geruch nach faulen Eiern) wird der extrem giftige Arsenwasserstoff (AsH3) als äusserst unangenehm beschrieben (knoblauchartig).

Da Geruch eine subjektive Beurteilung beinhaltet, ist eine Beurteilung schwierig. In führender Position sind jedenfalls Ethylmercaptan C2H5SH und Butylselenomercaptan (C4H9SeH) zu nennen. Qualitativ wird deren Geruch als eine Mischung von faulem Kohl, Knoblauch, Zwiebeln und Kloakengas beschrieben.

Als giftigste bekannte Verbindungen gelten Bakteriengifte, welche alle von Menschenhand erzeugten Gifte weit in den Schatten stellen.

An erster Stelle rangiert das Botulinustoxin, ein Stoffwechselprodukt des stäbchenförmigen Bakteriums Clostridium botulinum, das sich in Fleisch- und Gemüsekonserven entwickeln kann. Bei diesem Toxin handelt es sich um ein Polypeptid mit einer Molmasse von 900 000, aus dem sich ohne Beeinträchtigung der Wirkung Stücke einer Molmasse von 70 000 abspalten lassen. Die Substanz wirkt als Nervengift (Neurotoxin) bereits im Nanogramm-Bereich, ist aber insbesondere durch Erhitzen relativ leicht zersetzbar. 

Zinnteller

Die grösste Zahl stabiler Isotope wird mit 10 beim Zinn gefunden.

Völlig isotopenfrei, also nur aus einer Atomart bestehend sind 20 in der Natur vorkommende Elemente, darunter Fluor, Phosphor, Iod, Aluminium, Niob und Gold. 


Teflonring

Den geringsten Reibungskoeffizienten aller Festkörper besitzt Polytetrafluorethylen PTFE [C2F4]n mit 0,02. Es besitzt damit ebensowenig Reibung wie nasses Eis auf nassem Eis.

Darüber hinaus zeichnet sich das unter dem Handelsnamen Teflon bekannte Polymer durch extreme chemische und thermische Stabilität aus, wodurch es u.a. für besonders hochwertige Dichtungen und Schläuche verwendet werden kann.


Verflüssigung

Der grösste Flüssigkeitsbereich wird beim Element Neptunium beobachtet. Aus einem Schmelzpunkt von 630°C und einem Siedepunkt von 3900°C ergibt sich eine Differenz von 3270°C.

Am kleinsten ist dieser Flüssigbereich beim Edelgas Neon mit 2,3°C (-248,6°C/-246,3°C). Neon ist nach Wasserstoff und Helium das dritthäufigste Element im Weltraum.


Caesium ist das unedelste und reaktionsfähigste Metall. Es ist auch das Element mit dem grössten thermischen Ausdehnungskoeffizient (9,4.10-5 pro °C). Caesium ist ein goldglänzendes, sehr weiches Metall, das bereits bei 28,5°C schmilzt und sich an der Luft mit rotvioletter Flammenfärbung sofort entzündet.

Caesiumhydroxid
ist die stärkste bekannte Base.

Erde vom Mondflug aus gesehen

Die häufigsten Elemente der Erdrinde sind

  1. Sauerstoff 49,4%
  2. Silizium 25,8%
  3. Aluminium 7,6%

gefolgt von Eisen 4,7%,
Kalzium 3,4%, und
Natrium 2,6%.

80% der Elemente machen unter 1% aus.


Andromedanebel

Die häufigsten Elemente im gesamten Weltraum sind

  1. Wasserstoff 90%
  2. Helium 9%
  3. Neon und alle anderen Elemente 1%

Erlenmeyerkolben

Schweres Wasser, Deuteriumoxid, D2O ist im natürlichen Wasser im Verhältnis von ca. 1:5000 enthalten und kann als Rückstand der Elektrolyse wässriger Lösungen gewonnen werden. 

Im Gegensatz zu normalem Wasser H2O sind am Sauerstoff anstatt normaler Wasserstoffatome, schwere Wasserstoffatome (Deuterium) gebunden.

Es schmilzt erst bei 3,8°C, siedet bei 101,4°C und sein Dichtemaximum liegt nicht wie bei normalem Wasser bei 4°C, sondern bei 11,2°C. Aufgrund seiner niedrigeren Lösefähigkeit ist es für fast alle Lebewesen giftig.


Atmosphäre vom Weltraum aus gesehen

Überschwerer Wasserstoff, Tritium, Symbol T oder 3H, ist neben Deuterium das dritte (tritos = griech. dritte) Isotop des Wasserstoffs. Das radioaktive Element entsteht in der Hochatmosphäre durch die Höhenstrahlung und zerfällt wieder mit einer Halbwertszeit von 12 Jahren (Beta Strahlung). Die natürlich vorkommende Gesamtmenge auf der Erde wird nur auf 1,8 kg geschätzt.


Die grösste Zugfestigkeit unter den chemischen Elementen besitzt das Bor mit einem Wert von 5,7 GPa (= Gigapascal).


Schwarzer Phosphor ist eine besondere Modifikation des Phosphors, die unter hohem Druck oder durch langdauerndes Erhitzen des weißen Phosphors unter Beigabe von Katalysatoren und Impfkristallen hergestellt werden kann.
Diese Modifikation ist wie der rote Phosphor unlöslich in allen Lösungsmitteln und daher auch ungiftig.

© 2010 - Chemische Industrie - Niederösterreich, industrie.referat1@wknoe.at Gestaltung: chemie.at
Stift Melk HOME Impressumg & Kontakt Sitemap